Wilhelm Mundt

09 September – 08 October

Schönewald und Beuse eröffnet im Rahmen der diesjährigen Düssldorf Cologne Open Galleries die Ausstellung Wilhelm Mundt. Gezeigt werden Arbeiten aus der Jahren 1996 - 2011, davon vier neue Trashstones, eine Videoinstallation, ein Spritzentisch und ein Regal. Dieses Regal ist erstmalig nach 1996 wieder öffentlich in einer Schau zu sehen und führt besonders eindrücklich in die Gedanken- und Arbeitswelt von Wilhelm Mundt ein. Raimund Stecker hat über die Ausstellung einen Text verfasst, „Die Kröte vom Berg“; folgender Auszug dazu: „Die Kunst Wilhelm Mundts oszilliert immer zwischen den Polen von wahrer und bisweilen sogar allgemein akzeptierter Schönheit und dem Unschönen von oft verdrängter Wahrheit. Dass er das Unschöne in Schönheit packt, heißt nicht, dass er es wegpackt. Nein, er findet nur eine Form der Akzeptanz für einen Verhalt, beispielsweise für Müll, den wir alle gerne verursachen, aber schon im gleichen Atemzug gedanklich entsorgen, indem wir die Folgen Dritten und fernen Deponien aufbürden. Doch dies ist nur ein Weg, sich den Trashstones zu nähern - eben weil wir sie nicht mit der Flex öffnen, sondern uns ihnen nur reflektierend nähern. So bleibt den Trashstones eingeschrieben, was jedem Kieselstein eignet: Geschichte - bis vor das Palöozoikum zurückreichende in den einen und unsere heutige Gegenwart für die Zukunft als historische Zeugnisse containernd in den anderen.  Ein zukunftsweisend zeitloses Projekt im Mantel unendlich variierbar amorpher Formen und nahezu immer schöner Farben an der Oberfläche!“ 
Wilhem Mundt wurde 1959 in Grevenbroich geboren, lebt und arbeitet in Rommerskirchen, Köln. Er studierte an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf in den Klassen von Tony Cragg, Klaus Rinke und Irmin Kamp.  Seit 2009 lehrt er Bildhauerei an der HfBK Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Sein Werk ist zahlreich in privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland vertreten.